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Aufbau

Lochrasterlayout
Bestückung
Inbetriebnahme
Verkabelung
Gehäuse

Benötigtes Werkzeug

Zum Aufbau der Platine:

  • Lötkolben 15...30W mit dünner Spitze
  • Lötzinn
  • Seitenschneider, Flach- oder Kombizange, Pinzette
  • Silberdraht 0,6 mm Durchmesser (steht auf der Teileliste)
  • Bohrmaschine oder Akkuschrauber mit 1,5 oder 2 mm-Bohrer

Fürs Gehäuse:

  • Bohrmaschine oder Akkuschrauber mit verschiedenen Bohrern
  • Schraubendreher
  • Schrumpfschlauch und Heissluftpistole oder Isolierband

Lochrasterlayout

Der Verstärker wird auf einer Lochrasterplatine aufgebaut. Man sollte sich an das Layout halten. Damit wurde der Verstärker schon mehrfach erfolgreich aufgebaut. Ich hatte auch schon den Fall, dass ein anderes, großzügigeres Layout verwendet wurde und der Verstärker dann zum Schwingen geneigt hat.

Hier die Datei für Lochmaster 3.0:

eaton.rst 4,88 MB

Neue Version

Die neue Version bietet mehr Platz hinter der Frontplatte. Durch den anderen Trafo konnten Brummprobleme gelöst werden.

Vorderseite

Rückseite

Alte Version

Wenn die alte Verion verwendet wird, bitte den Trafo lt. Teileliste verwenden und nicht den Flachtrafo! Dieser verursacht u.U. Brummen!

Vorderseite:

Rückseite:

Bestückung

Grundlagen

Man sollte immer nur einen Teil der Schaltung löten, den man dann eigenständig Testen kann. Hier bietet es sich an, mit dem Netzteil zu beginnen. Wenn das funktioniert, kann man einen Kanal aufbauen. Wenn der auch geht, kann man den zweiten Kanal aufbauen.

Beim Bestücken der Platine geht man so vor:

  • Bauteil durch die Löcher stecken
  • überstehende Anschlüsse auf 2-3mm Länge kürzen
  • Anschlüsse festlöten

Man lötet erst alle (bzw. alle eines Teils der Schaltung, z.B. Netzteil) Bauteile fest und verbindet diese zum Schluss. Zum Vebinden eignet sich versilberter Kupferdraht sehr gut (steht mit in der Teileliste). Man biegt den Draht erst in die entsprechende Form, lötet ihn an einem Ende an und schneidet ihn erst dann von der Rolle ab. Dann verbindet man den Draht mit allen Lötstellen. Bei komplizierten Verbindungen mit vielen Lötstellen teilt man den Draht in mehrere Teile auf.

Netzteil

Man beginnt am besten mit Trafo und Sicherungshalter. Wenn man die Buchsen auf der Rückseite genauso wie bei meinem Verstärker anbringen will, sollte man sich bei der Platzierung des Trafos an obigem Bild orientieren, dann passen Schalter und Buchse auch rein. Als nächstes lötet man D1P..D4P und C1P...C4P ein und arbeitet sich dann der Reihe nach weiter vor, d.h. C5P...C8P und R1P, R2P und dann die restlichen Teile.

Die Kühlkörper werden einfach auf die Spannungsregler aufgesteckt. Man sollte darauf achten, dass auch genügend Platz bleibt.

Zwischen dem Teil, der 230V führt und dem Rest muss genügend Abstand bleiben!

Verstärker

Bevor man mit dem Verstärker beginnt, sollte das Netzteil funktionieren. Man beginnt am Besten mit den Leistungstransistoren (Q1, Q2) und R8, R9. Dann die anderen Widerstände, die LED, C2 und der Sockel für den OPV. Die Kondensatoren C1 und C3...C8 kommen zum Schluss. R4 sollte man steckbar machen. Dazu ist in der Teileliste die Buchsenleiste (SPL 20) gedacht. Man kann die einzelnen Buchsen aus dem Kunststoff herauslösen und diese dann als Steckkontakte benutzen:

Damit kann man die Verstärkung relativ einfach anpassen (sh. auch Teileliste).

Inbetriebnahme

Bevor man den OPV in den Sockel steckt, sollte man die Betriebsspannung anlegen und am IC-Sockel messen, ob die korrekten Spannungen anliegen. Zwischen Pin 4 und Masse müssen -15V anliegen und zwischen Pin 7 und Masse +15V:

Wenn die Spannungen stimmen, den Verstärker wieder vom Strom trennen und etwas warten, damit sich die Kondensatoren entladen können. Jetzt kann man die OPVs in die Sockel stecken. Anschliessend wieder einschalten und kontrollieren, ob am Ausgang Gleichspannung anliegt. Dazu mit dem Multimeter im DC-V-Bereich messen. Es sollten nur einige mV (Milli-Volt) zu messen sein, bei mir waren es mit verschiedenen OPVs max. 5 mV. Wenn dort eine höhere Spannung zu messen ist, ist wahrscheinlich etwas falsch verdrahtet.

Wenn alles passt, kann man einen KH - am Besten einen Alten - anschliessen und einen Hörtest machen. Wer ein Oszilloskop hat, kann vorher damit noch schauen, ob der Verstärker sauber verstärkt.

Verkabelung

Netzbuchse und -schalter

Die Verkabelung von Netzbuchse und Schalter kann man auf den beiden folgenden Fotos gut erkennen. Der Schutzleiter (grün/gelb) wird mit einer Schraube (am besten mit untergelegter Zahnscheibe) an der Rückwand befestigt, der Kabelschuh steht mit auf der Teileliste. Ein Anschluss von der Netzbuchse geht zum Schalter (braun), der andere direkt zum Steckverbinder (schwarz) der jetzt noch übrige Anschluss am Schalter geht ebenfalls zum Steckverbinder (blau). Die Anschlüsse isoliert man am besten mit Schrumpfschlauch.

Cinchbuchsen

Die Cinchbuchsen werden mit abgeschirmtem Kabel mit den Anschlüssen "Input" und "Input GND" verbunden. "Input" kommt dabei an den mittleren Anschluss der Cinchbuchse, "Input GND" an den äusseren. Die Abschirmung wird dabei mit "Input GND" verbunden, der Mittelleiter kommt an "Input". Wenn man ein abgeschirmtes Kabel mit zwei Innenleitern hat, nimmt man je einen Innenleiter für "Input" und "Input GND" und schliesst die Abschirmung nur auf einer Seite an "Input GND" an.

KH-Buchse

"Output GND" wird mit dem Masseanschluss der KH-Buchse verbunden, der linke Ausgang kommt an die Spitze, der rechte Ausgang an den Ring. Bei der Neutrik-Buchse, die ich verwendet habe ist das übrigens gut beschriftet, dort steht TIP (Spitze), RI (Ring) und GR (Masse).

Poti und LED

Die LED wird einfach direkt mit dem Steckverbinder auf der Platine verbunden. Die Anode (d.h. Plus) ist der längere Anschluss. Man kann es aber auch durch Ausprobieren herausfinden, kaputtgehen tut nichts, wenn man die LED verkehrt herum anschliesst.

Die Anschlüsse P1, P2 und P3 für das Poti (sh. Lochrasterlayout) werden so angeschlossen:

Wo man am Poti den linken und rechten Kanal festlötet, ist dabei egal. Man kann abgeschirmtes Kabel verwenden, da das benötigte Kabel aber recht kurz ist, reicht auch normale Litze, die wie auf dem Foto oben verdrillt wird.

Gehäuse

Es geht im Gehäuse recht knapp zu, d.h. man muss beim Platzieren der Teile genau schauen, ob der Platz auch ausreicht.

Beim Gehäuse muss nur die Front- und Rückwand bearbeitet werden, die Platine wird einfach in die in den Seitenwänden vorhandenen Nuten eingeschoben. Dabei sollte man auf ausreichend Abstand achten. Soviel Abstand wie auf dem Bild sollte es mindestens sein:

Frontplatte

Da hinter der Frontplatte nicht mehr viel Platz ist, habe ich mich entschieden, vorne nur das Poti und die LED anzubringen. Das fertige Ergebnis sieht so aus:

Rückplatte

In der Rückplatte befinden sich Netzbuchse und -schalter, Kopfhörerbuchse und die Cinchbuchsen:

Innenverkabelung neue Version

Hier noch ein paar Fotos von der Innenverkabelung der neuen Version mit der KH-Buchse vorn: