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Stax-Transformator

Der Stax-Transformator ist dafür gedacht, Stax-Kopfhörer an einen vorhandenen hochwertigen Verstärker anschließen zu können. Der erste Entwurf basiert auf dem STAX Transformer von Andrea Ciuffoli. Es wurde der gleiche Trafo (Lundahl LL1630/PP) verwendet. Das Netzteil für den BIAS wurde vom TransistorAmp übernommen. Das Netzteil von Ciuffoli ist auch etwas gefährlich für den Kopfhörer, da der 5 MOhm-Widerstand vor dem Kopfhörer fehlt.

So sieht das dann fertig aus:

Es wurde noch eine Einschaltverzögerung und ein umschaltbarer BIAS eingebaut, ansonsten wäre die Netzteilplatine auch kleiner ausgefallen.

Als Netz-Trafo wurde eine Sonderanfertigung benutzt, da kein passender Trafo zu finden war.

Ich habe dann nach einem anderen Lundahl-Trafo gesucht, der geeignet ist. Man braucht ja ein ausreichend großes Übersetzungsverhältnis, um eine genügend hohe Ausgangsspannung zu erzeugen. In Frage kommen Ausgangstrafos für Röhrenverstärker, die einfach umgekehrt benutzt werden. Bei einem Röhrenverstärker wird ja eine hohe Spannung heruntertransformiert um einen Lautsprecher betreiben zu können. Wir brauchen es aber genau anders herum. Gefunden habe ich den Lundahl LL9202, mit dem man auf einen Eingangswiderstand von 3,2 Ohm und ein Übersetzungsverhältnis von 1:13,25 kommt. Es wurde auf der Eingangsseite die Beschaltung F und auf der Ausgangsseite die Beschaltung für eine push-pull output stage (sh. Datenblatt) verwendet. Es gibt den Trafo auch mit einem "amorphous iron C-core", der teurer ist, aber bessere magnetische Eigenschaften hat. Ob sich der Aufpreis lohnt, kann ich aber auch nicht sagen. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Klanglich sind die neuen Besitzer der Geräte sehr zufrieden damit, es sind aber jeweils auch hochwertige Endstufen vorhanden. Die Trafos wurden als besser klingend als die normalen Stax-Verstärker und auch als der TransistorAmp bzw. HybridAmp eingeschätzt.