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TPA6120

Der TPA6120 ist ein Kopfhörerverstärker-IC von Texas Instruments mit sehr guten technischen Daten. Er kann auch niederohmige Kopfhörer problemlos antreiben.

Produktseite bei TI

Datenblatt

Für den TPA6120 gibt es UB-Audio zwei Platinen:

Ich habe beide Platinen schon verbaut und würde die Stereoplatine empfehlen, wenn der Verstärker kompakt (Größe nur 100x50 mm²), einfach und preiswert sein soll.

Der Mini Pre II TPA bietet noch einige Besonderheiten, u.a. kann man hier ein Relais zur Umschaltung des Verstärkungsfaktors verbauen oder man kann die Platine auch mit symmetrischen Eingängen nutzen, indem man spezielle "Audio Differential Line Receivers" wie den INA134 oder INA137, die eine sehr hohe Gleichtaktunterdrückung (CMRR) haben, verwendet. Da pro Mono-Platine ein TPA6120 verwendet wird, aknn man auch zwei voneinander unabhängig angetriebene Kopfhörerausgänge realisieren, die allerdings die gleiche Lautstärke haben. Oder man verwendet den zweiten Ausgang als Vorverstärkerausgang und kann so gleich einen hochwertigen Vorverstärker realisieren. Oder man baut sowieso einen Vorverstärker und hat gleichzeitig einen sehr guten Kopfhörerausgang.

Netzteil

Zum Betrieb des Verstärkers ist noch ein Netzteil mit +/-12V bzw. +/-15V - je nach verwendetem OPV - nötig. Die Variante mit ungeregeltem Netzteil würde ich eher nicht empfehlen, ein geregeltes Netzteil sollte es schon sein. Hier kann man auch bei UB-Audio fündig werden: NT-V oder NT-VL.

Ich verwende ein selbst entwickeltes Netzteil mit integrierten Spannungsreglern (LM317). Gegenüber der Standardschaltung wurden einige Verbesserungen vorgenommen, die man auch im Datenblatt finden kann, sh. Seite 16 ("Adjustable Regulator with Improved Ripple Rejection" und "High Stability 10V Regulator") und Seite 20 ("Tracking Preregulator").

Hier das Layout als Target!3001-Datei:

Aufbau

Hier mal ein Bild eines typischen Aufbaus mit der Stereoplatine und meinem Netzteil.

Ich verwende meist einen 15VA-Trafo von Nuvotem. Das Gehäuse (Hammond 1455T2201) ist 200x160 mm² groß. Wie man sieht, kommt man mit relativ wenig zusätzlichen Teilen bzw. Verkabelung aus. Der Schalter in der Frontplatte könnte auch weggelassen werden, da sich hinten an der Buchse ein Schalter befindet.

Ein anderes gern von mir verwendetes Gehäuse ist das Galaxy von Hifi2000:

Ein Vorteil des Gehäuses ist, dass die Seitenteile eine Nut für eine M3-Mutter haben und man so einfach das Gehäuse als Kühlkörper für das Netzteil verwenden kann.

Die Mini Pre II TPA-Platine habe ich auch schon verbaut. Hier in Kombination mit einem Verstärker für elektrostatische Kopfhörer: